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Kürschnerhof 6
97070 Würzburg

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Hauptinhalt

Von A bis Z

Adnextumore

Gut- oder bösartige Geschwülste der Eierstöcke und/oder Eileiter.

Anti-Baby-Pille

(bzw. Die Pille, Mikropille, Minipille)

Pearl-Index 0,1 - 0,9
Die Anti-Baby-Pille ist das beliebteste Verhütungsmittel in Deutschland. Sie ist im Allgemeinen ein Östrogen-Gestagen-Kombinationspräparat, in der heute üblichen niedrigen Dosierung als Mikropille bezeichnet.
Daneben gibt es noch reine Gestagenprodukte, diese bezeichnet man als Minipillen.
Die "Pille danach" oder Notfallverhütung besteht aus einer Tablette, sie verhindert oder verschiebt den Eisprung, so dass keine Befruchtung stattfinden kann. Sie wird u. a. verordnet, wenn eine Anti-Baby-Pille vergessen wurde, das Kondom gerissen ist oder ein ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfand.

Vorteile:

  • reguliert den Zyklus
  • verringert den Regelschmerz (Therapie bei Dysmenorrhoe)
  • verbessert das Hautbild (Aknetherapie)
  • lindert prämenstruelle Beschwerden (z.B. Brustspannen)

Nachteile:

  • nicht geeignet bei erhöhter Thrombosegefahr (bei fam. Belastung für Lungenembolie, Schlaganfall, tiefer Beinvenenthrombose; bei starken Raucherinnen; bei Übergewicht)
  • tägliche Einnahme nötig, Fehler durch die Anwenderin möglich
  • Erbrechen, Durchfall oder Medikamente können die Sicherheit beieinträchtigen
  • Gewichtszunahme durch Änderung des Appetitverhaltens
  • Ödeme (Wassereinlagerungen), Brustspannen
  • Libidoveränderungen (Veränderungen des Lustempfindens)

DEGUM-Stufe II

Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) hat die Aufgabe, die Qualität der Ultraschalldiagnostik zu sichern. DEGUM-zertifizierte Ärztinnen und Ärzte müssen nachweisen, dass sie über ein hochwertiges Ultraschallgerät verfügen.
Fachärzte, die eine besondere apparative Ausstattung und Erfahrung in der Diagnostik von Fehlbildungen unterschiedlicher Organsysteme haben, werden nach Prüfung für die Stufe II anerkannt.

Diaphragma

(bzw. Pessar)

Pearl-Index 1-20
Eine Latexmembran mit flexiblem Drahtring wird ca. 30 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr mit einem spermiziden (spermienabtötendem) Gel eingerieben und in die Scheide eingeführt. Nach dem Einsetzen wird geprüft ob das Diaphragma richtig über dem Muttermund sitzt, es sollte zwischen dem hinteren Scheidengewölbe und dem Schambein ausgespannt sein. Es darf frühestens 6-8 Stunden nach dem letzten Verkehr herausgenommen werden.
Nachteile sind die Anpassung durch den Arzt, bei mehrmaligem Verkehr muss erneut spermizides Gel eingeführt werden, Anwendungsfehler möglich.

Dopplersonografie

(bzw. Dopplerultraschall, Dopplersonografische Untersuchung)

 

Erfahren Sie mehr hierzu unter dem Punkt "Dopplersonografische Untersuchung".

Drei-Monats-Spritze

(bzw. Depotspritze)

Pearl-Index 0,3 - 0,9
Dies ist ein gestagenhaltiges Verhütungsmittel, es wird alle 3 Monate in die Gesäß- oder Oberarmmusklulatur der Frau injeziert. Die Hormone gelangen langsam ins Blut und verhindern den Eisprung sowie den Schleimhautaufbau in der Gebärmutter und verdicken den Zervixschleim.

Vorteile:

  • keine Einnahmefehler
  • 3 Monate anhaltende Verhütungswirkung
  • bei Östrogenunverträglichkeit möglich

Nachteile:

  • unregelmäßige Blutungen und Gewichtszunahme möglich
  • regelmäßige Injektionen erforderlich
  • teilweise erhebliche Verzögerung des Wiedereintritts der Eierstöcksfunktion und damit der Emfängnisfähigkeit
  • Osteoporosegefährdung bei Langzeitanwendung nicht auszuschließen

Hormonpflaster

(bzw. Verhütungspflaster)

Pearl-Index 0,7 - 0,9
Hautfarbenes Pflaster mit 51,6 mm Seitenlänge, die beiden Hormone Östrogen u. Gestagen werden über die Haut der Anwenderin aufgenommen. Das Hormonpflaster wirkt wie die Pille und verhindert den Eisprung.

Vorteile gegenüber der Pille:

  • keine tägliche Einnahme sondern wöchentlicher Wechsel
  • Durchfall und Erbrechen beeinträchtigen die Wirksamkeit nicht
  • geeignet für Frauen mit unregelmäßigem Lebensrhythmus
  • geeignet bei Laktoseintoleranz

Nachteile:

  • das Pflaster ist auf der Haut sichtbar
  • es kann sich unbemerkt lösen u. verlorengehen
  • es kann zu Pflasterunverträglichkeit mit Hautreizungen kommen

Hormonring

(bzw. Vaginalring)

Pearl-Index 0,4 - 0,7 
Scheidenring mit 54 mm Durchmesser, der die beiden Hormone Östrogen u. Gestagen über die Scheidenhaut der Anwenderin abgiebt. Der Ring wirkt wie die Pille und verhindert den Eisprung.

Vorteile gegenüber der Pille:

  • keine tägliche Einnahme sondern Wechsel nur alle 3 Wochen
  • Durchfall und Erbrechen beeinträchtigen die Wirksamkeit nicht
  • geeignet für Frauen mit unregelmäßigem Lebensrhythmus
  • geeignet bei Laktoseintoleranz

Nachteile:

  • das eigenständige Einlegen in die Scheide und das Entfernen des Ringes könnten als unangenehm empfunden werden
  • evtl. vermehrter Ausfluss u. Scheidenentzündungen
  • der Ring kann beim Geschlechtsverkehr spürbar sein
  • der Ring kann unbemerkt verloren gehen

Hormonspirale

(bzw. Intrauterinsystem)

Pearl-Index 0,16
Dies ist ein kleiner T-förmiger Kunststoffkörper welcher täglich über 5 Jahre (Mirena R) oder über 3 Jahre (Jaydess R) eine geringe Menge Gestagen (Gelbkörperhormon) in die Gebärmutter abgibt. Dieses Gestagen verdickt den Zervixschleim und hemmt den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Der Aufstieg der Spermien u. damit die Befruchtung der Eizelle werden blockiert, sollte es doch zu einer Befruchtung kommen, wird das Einnisten einer befruchteten Eizelle verhindert.

Vorteile:

  • 5 Jahre (Mirena R) bzw. 3 Jahre (Jaydess R) sichere Verhütung
  • keine Anwendungsfehler von Seiten der Anwenderin möglich
  • die Monatsblutungen werden schwächer und weniger schmerzhaft
  • anwendbar auch bei Risikogruppen

Nachteile:

  • häufig Blutungsstörungen innerhalb der ersten 3-6 Monate nach der Einlage
  • muss durch den Frauenarzt in die Gebärmutter eingelegt werden
  • verhindert den natürlichen Eisprung nicht, dadurch kann es zu Beschwerden im Zusammenhang mit einer normalen Funktion der Eierstöcke kommen (z.B. Brustspannen, Gewichtsveränderungen, Kopfschmerzen, unreine Haut in der 2. Zyklushälfte, Ovarialzysten, Eileiterschwangerschaften etc.)

Hormonstäbchen

(bzw. Verhütungsstäbchen, Hormonimplantat)

Pearl-Index 0 - 0,08
Das Verhütungsstäbchen ist eine Alternative zur Drei-Monats-Spritze. Es hat eine Länge von 4 cm und eine Dicke von 2 mm. Es wird auf der Innenseite des Oberarmes unter die Haut implantiert und dort maximal 3 Jahre belassen. Das Stäbchen enthält als Hormon nur Gestagen und wirkt daher wie die Minipille oder die Drei-Monats-Spritze. Nachteile sind: unregelmäßige Blutungen, unreine Haut und Gewichtsprobleme.

HPV-Impfung

(bzw. HPV, Humane Papillomviren)

Diese Viren sind weltweit verbreitet, hochansteckend und mehr als 40 Virustypen gelten als sexuell übertragbar. Die HPV-Typen 16 und 18 verursachen mehr als 70 Prozent der Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses. In Deutschland erkranken jedes Jahr ca. 6500 Frauen neu.

Die HPV-Typen 6 und 11 verursachen 90 Prozent der Feigwarzen des äußeren Genitale bei beiden Geschlechtern.

Es steht ein 4-fach-Impfstoff gegen die Typen 16, 18 sowie 6 und 11, ein 2-fach-Impfstoff gegen die Typen 16 und 18 und seit Mai 2016 ein 9-fach-Impfstoff gegen die Typen 16, 18, 31, 33, 45, 52, 58, 6 und 11 zur Verfügung. Es handelt sich um biotechnisch hergestellte Totimpfstoffe. Die Impfstoffe enthalten virusähnliche Partikel, die jedoch nicht infektiös und vermehrungsfähig sind. Bei Impfbeginn zwischen dem 9. und 15. Geburtstag besteht die Impfung aus zwei Impfdosen, nach dem 15. Geburtstag aus drei Impfdosen. Wichtig ist, dass auch HPV-geimpfte Frauen die regelmäßigen Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen keinesfalls vernachlässigen dürfen.

Kondom

Pearl-Index 2 - 12
in Deutschland ist das Kondom nach der Pille das zweitliebste Verhütungsmittel, es verhindert beim Geschlechtsverkehr, dass Sperma in die Scheide gelangt und bietet bei korrekter Anwendung einen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten, wie z.B. HIV, Syphilis, Gonorrhoe, Hepatitis, Chlamydien etc.
Es ist mit anderen Verhütungsmethoden kombinierbar und in den meisten Drogerien und in allen Apotheken erhältlich. Die Nachteile: es kann platzen oder reißen, Cremes, Öle oder Überschreitungen des Haltbarkeitsdatums können die Sicherheit beeinträchtigen, die Anwendung beim Geschlechtsverkehr kann als störend empfunden werden.

Kupferspirale

(bzw. Kupferkette, Kupferperlen-Ball)

Pearl-Index 0,3 - 0,8
Die mit Kupferdraht umwickelte Kunststoffspirale wirkt als Fremdkörper und hemmt dadurch die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter. Zusätzlich schädigen die abgegebenen Kupferionen die Spermien und verändern die Gebärmutterschleimhaut  zur Empfängnisverhütung.

Vorteile:

  • keine systemische Wirkung und keine Beeinflussung des Stillens
  • keine Anwendungsfehler von Seiten der Anwenderin möglich
  • effektive und reversible Methode bei langer Liegezeit

Nachteile:

  • stärkere und schmerzhaftere Monatsblutungen v.a. in den ersten Monaten nach der Einlage
  • Einlage durch den Frauenarzt
  • Zwischenblutungen (Spottings) können auftreten
  • es kommt gelegentlich zu Dislokation (Verschiebung) und Expulsion (Ausstoßung) der Spirale
  • das Risiko von Entzündungen und Eileiterschwangerschaften ist erhöht
  • im Zusammenhang mit dem natürlichen Zyklus (auch hier wird der Eisprung nicht verhindert) können zyklusbedingte Beschwerden auftreten (Brustspannen, Kopfschmerzen, unreine Haut in der 2. Zyklushälfte, Ovarialzysten, prämenstruelles Syndrom/PMS etc.)

Mammasonografie

Ultraschall der Brust;
Hauptvorteile im Vergleich zur Mammografie:

  • bessere Tumorentdeckung im dichten Drüsengewebe (z.B. bei jungen Frauen oder unter Hormonsubstitution)
  • Tumorausschluss bei mammografischen Überlagerungen
  • keine Strahlenbelastung, beliebige Wiederholbarkeit auch in der Schwangerschaft
  • exakte Messung der Tumorausdehnung

Nachteile gegenüber der Mammografie:

  • Qualität ist untersucher- u. geräteabhängig
  • schwierige Standardisierung
  • weniger aussagekräftig bei großen fettreichen Mammae
  • schlechtere Mikrokalkerkennung,
    bisher keine Differenzierung von Mikrokalk in gut- u. bösartig möglich

Mammografie

Röntgenuntersuchung der Brust, Vor- u. Nachteile s. o. unter Mammasonografie.

Natürliche Familienplanung

Pearl-Index 2,0-25
Eine Eizelle ist bis zu 24 Stunden befruchtungsfähig, die Spermien des Mannes können bis zu 5 Tage befruchtungsfähig bleiben, sie überleben in der Gebärmutter und in den Eileitern i.d.R. bis zu 3 Tagen. Die Tage der höchsten Empfängniswahrscheinlichkeit im Zyklus beginnen 3 Tage vor dem Eisprung und enden einen Tag danach (Colombo et al. 1997:3175 Zyklen mit 434 Schwangerschaften). Kaum eine Frau kennt jedoch den exakten Termin, an dem der Eisprung erfolgt. Anhand bestimmter Körperzeichen kann eine Frau feststellen in welcher Phase des Zyklus sie sich befindet und ob sie empfängnisbereit ist.
Ein Zyklus besteht aus 3 Phasen, die Phase vor dem Eisprung (Proliferationsphase), die Zeit des Eisprungs (Ovulationsphase) und die Phase nach dem Eisprung (Lutealphase). Der gesamte Zyklus dauert 21-35 Tage, im Mittel 28 Tage.

Vor dem Eisprung steigt das luteinisierende Hormon (LH) an und erreicht nach einem Tag seinen höchsten Wert, der  Eisprung wird ausgelöst. Mit Hilfe von Hormon- u. Zykluscomputern kann dieses LH im Urin gemessen werden (Nachteil: best. Medikamente wie Antibiotika u. Psychopharmaka können das Testergebnis verfälschen). In der Ovulationphase können Körpersignale wie eine Temperaturerhöhung (die Körpertemperatur nach dem Aufwachen steigt im Mittel um 0,5°C), klarer zwischen Daumen u. Zeigefinger spinnbarer Muttermundsschleim, stechender Schmerz im Unterleib (Mittelschmerz), gesteigertes sexuelles Lustempfinden (Libidosteigerung), Stimmungshoch, evtl. eine leichte Schmierblutung (Ovulationsblutung) etc. beobachtet werden.
Es braucht meist etwas Zeit, bis eine Frau in der Lage ist, ihre fruchtbaren Tage selber zu bestimmen. In vielen Städten werden Kurse zur natürlichen Familienplanung von sozialen Beratungsstellen (z.B. ProFamilia) angeboten.

Die verschiedenen Methoden

  • Kalendermethode
  • Temperaturmethode
  • Billings-Methode (Zervixschleim-Methode)
  • Roetzer-Methode/Symptothermale Methode
  • Zykluskontrolle mittels Hormoncomputern (z.B. PERSONA R, Babycomp R, Ladycomp R, Cyclotest R 2 plus)

wird unter www.frauenaerzte-im-netz.de > Familienplanung >natürliche Familienplanung erklärt.

Pearl-Index

Mit dem Pearl-Index wird die Sicherheit einer Verhütungsmethode bezeichnet. Er beschreibt die Anzahl der ungewollten Schwangerschaften bei 1300 Anwendungszyklen von 100 Frauen (= 1 Jahr) bei korrekter Anwendung der genannten Verhütungsmethode.

Pränataldiagnostik

Vorgeburtliche Untersuchungen, die gezielt nach Auffälligkeiten oder Störungen beim Ungeborenen suchen.
Die Grenzen zwischen regulärer Schwangerschaftsvorsorge und Pränataldiagnostik sind fließend. 

So umfasst die Pränataldiagnostik jedoch erst einmal nur die methodischen Untersuchungen am ungeborenen Kind einer schwangeren Frau. Hier kommen in unserer Praxis mehrere Untersuchungsmethoden zum Einsatz, die vornehmlich nicht-invasiv sind, also außerhalb des Körpers durchgeführt werden können, wie z.B. Ultraschall und Bluttest.

Auf der anderen Seite stehen invasive Methoden wie z.B. Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) oder Chorionzottenbiopsie. Das Fehlgeburtsrisiko liegt hier bei nur ca. 1%.

Erfahren Sie mehr hierzu unter dem Punkt "Pränataldiagnostik".

Schwangerschaftsvorsorge

(bzw. Schwangerenbetreuung, Schwangerenvorsorge)

In unserer Praxis erfahren die Frauen über vorgeburtliche Untersuchungen hinaus weit mehr Betreuung und Beratung während der Schwangerschaft mit einer ständigen Ausrichtung auf die Gesindheit von Mutter und Kind bzw. Kindern.

Erfahren Sie mehr hierzu unter dem Punkt "Pränataldiagnostik".

Sozialgesetzbuch V

(bzw. SGB V, Krebsfrüherkennungsrichtlinien)

Damit Krebserkrankungen oder auch Vorstufen von Krebs in einem möglichst frühen Stadium erkannt werden können, bieten die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten Früherkennungsuntersuchungen an. Der genaue Umfang der jeweiligen Untersuchungen für verschiedene Krebserkrankungen ist in den Krebsfrüherkennungs-Richtlinien (Sozialgesetzbuch V) geregelt.

ein Auszug aus den Krebsfrüherkennungs-Richtlinien
§ 1 Grundlagen und Ziele (1) Diese Richtlinie bestimmt auf Grundlage des § 92 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3, Absatz 4 und § 25 Absatz 4 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) das Nähere über die ärztlichen Maßnahmen zur Früherkennung von Krebserkrankungen nach § 25 Absatz 2 und 3 SGB V.
§ 25 Gesundheitsuntersuchungen
 (2) Versicherte haben höchstens einmal jährlich Anspruch auf eine Untersuchung zur Früherkennung von Krebserkrankungen, Frauen frühestens vom Beginn des zwanzigsten Lebensjahres an, Männer frühestens vom Beginn des fünfundvierzigsten Lebensjahres an.

Sterilisation

Pearl-Index bei der Frau 0,3 beim Mann 0,1
Bei der Frau werden die Eileiter unterbunden, beim Mann die Samenleiter durchtrennt. Der Eingriff ist beim Mann viel risikoärmer und einfacher als bei der Frau. Es ist eine operative Methode mit dem Ziel der dauerhaften Unfruchtbarkeit.

Vorteile:

  • keine hormonelle Beeinflussung der Eierstocksfunktion
  • keine Beeinträchtigung des Sexuallebens

Nachteile:

  • nur schwer rückgängig zu machen
  • operativer Eingriff mit entsprechenden operationsbedingten Risiken
  • mitunter früherer Eintritt in die Wechseljahre möglich
  • kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten

Sterilitätsbehandlung

Von Unfruchtbarkeit oder ungewollter Kinderlosigkeit sind in Deutschland etwa 15% aller Paare betroffen. Erst nach zwei Jahren mit regelmäßig ungeschütztem Geschlechtsverkehr ohne Empfängnis leidet ein Paar nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an einer "sterilen Partnerschaft". Die Behandlung richtet sich nach den Ursachen für die Fruchtbarkeitsstörung. Es gibt körperliche Ursachen und Ursachen die in der Lebensführung der Partner begründet sind. Da eine große emotionale Belastung besteht, spielt gerade bei den körperlichen Ursachen meist auch die Psyche eine große Rolle.

zur Verfügung stehende Behandlungsmöglichkeiten sind

  • hormonelle Stimulation der weiblichen Eierstöcke
  • Samenübertragung (Insemination) i.d.R. mit einem dünnen Katheter in die Gebärmutter
  • die künstliche Befruchtung (In-vitro-Fertilisation, kurz IVF)
  • Mikroinjektion des Spermas in die Eizelle unter mikroskopischer Sicht (Intracytoplasmatische Spermieninjektion, kurz ICSI) evtl. nach Gewinnung der Spermien direkt aus dem Hoden (TESE) oder dem Nebenhoden (MESA)

Weitere Einzelheiten unter www.frauenaerzte-im-netz.de > Krankheiten A-Z > Unfruchtbarkeit.

Trisomie

(bzw. Trisomie 21, Down-Syndrom, Trisomie 13, Trisomie 18)

Von einer Trisomie spricht man, wenn in jeder Zelle ein Chromosom oder ein Teil eines Chromosoms dreifach (trisom) statt zweifach (disom) vorkommt.
Die häufigste Form einer Trisomie ist die Verdreifachung des 21. Chromosoms, die Trisomie 21 oder das Down-Syndrom (Mongoloismus). Die Häufigkeit beträgt in Deutschland 1 auf 600 Neugeborene.

Weitere Informationen und Hilfen für Betroffene unter www.lebenshilfe.de

Vaginale Sonografie

(bzw. Vaginalsonografie)

Bei der Vaginalsonografie handelt es sich um ein diagnostisches bildgebendes Verfahren zur Untersuchung der Organe des kleinen Beckens, bei dem der Ultraschallkopf vaginal eingeführt wird. Im Rahmen der Krebsvorsorge dient die vaginale Sonografie der frühzeitigen Erkennung von gut- u. bösartigen Erkrankungen der Gebärmutter (Uterus), der Eileiter (Tuben) und der Eierstöcke (Ovarien).  Die hochauflösende Darstellung der Organe des kleinen Beckens stellt eine exakte, schmerz- und risikofreie Methode zur Früherkennung dar.

Vaskularisation

(bzw. Durchblutung)

 Durchblutung

Wechseljahre

(bzw. Hormonelle Umstellung, Klimakterium)

Mit 40 Jahren sind schon viele Eizellen verbraucht, es reifen immer seltener welche heran. Die Eisprünge nehmen ab, es wird weniger Östrogen und auch Gestagen gebildet. Um das 50. Lebensjahr wird diese Änderung durch die Menopause sehr deutlich. Unter Menopause versteht man die letzte normale Regelblutung. Die Postmenopause ist die Zeit ein Jahr nach der Menopause bis zum 65. Lebensjahr. Danach stellen die Eierstöcke praktisch keine Östrogene mehr her.

Östrogene fördern u.a. die Wassereinlagerung in Haut und Gewebe, erweitern Blutgefäße und senken den Blutdruck, wirken stimmungsaufhellend, beeinflussen den Fettstoffwechsel günstig, haben eine günstige Wirkung auf den Blutzuckerspiegel, bewirken eine Zunahme der Lungenfunktion, hemmen den Knochenabbau und verstärken die Darmbewegungen.
Gestagen (Gelbkörperhormon/Progesteron) bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung des befruchteten Eies vor, es wirkt stimmungsaufhellend und beruhigend, schwemmt überflüssige Körperflüssigkeit (Ödeme) aus und beseitigt so ein Spannungsgefühl in der Brust und in den Beinen.